Die Einführung der Reformation in Südthüringen


Lehmann-Bd.Kai Lehmann

Die Einführung der Reformation in Südthüringen

erschienen als Band 8 in der Reihe
"Beiträge zur Reformationsgeschichte in Thüringen",

herausgegeben von Werner Greiling, Alexander Krünes
und Uwe Schirmer

Verlag VOPELIUS Jena 2016


69 Seiten, ISBN: 978-3-939718-26-0  →  Verlagslink






Südthüringen gliederte sich im beginnenden Reformationszeitalter im Wesentlichen in drei territoriale Gebiete: Die zum ernestinischen Kursachen gehörige Pflege Coburg, die gefürstete Grafschaft Henneberg-Schleusingen und die einem Kondominat zwischen Hessen und Henneberg unterworfene Herrschaft Schmalkalden. Da die Einführung der Reformation in der kursächsischen Pflege Coburg eher "unspektakulär" verlief, liegt der Schwerpunkt dieses Bandes auf den beiden anderen Herrschaftsgebieten. Dabei werden bisher nicht bzw. kaum beachtete Aspekte bei Hinwendung zur evangelischen Lehre dargestellt. Einerseits wird erstmals der Nachweis erbracht, dass es in der Stadt Schmalkalden - der damals größten und bedeutendsten Stadt in Südthüringen - keine strikte Trennung in einen hessischen und hennebergischen Teil gab. Dies hatte zur Folge, dass über fast zwei Dekaden eine konfessionelle Parallelität in Schmalkalden vorherrschte, ohne dass es zu religiösen Auseinandersetzungen kam. Anderseits werden die weltlichen Gesichtspunkte aufgezeigt, welche Graf Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen zunächst im altgläubigen Lager hielten, ihn später dann aber doch dazu veranlassten, sich der Reformation zuzuwenden.


Meldung vom: 12.12.2016 12:00 Uhr
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